|
|
|
Ursprünge und Geschichte der Vereinigung Die Vereinigung für Zen-Kampfkunst e.V. wurde 1974 in Duisburg gegründet. Ziel ihrer Gründung war es, daß damals erstmalig außerhalb Asiens gelehrte Kampf- Lebens- und Philosophiesystem des alten Shaolinordens zu lehren und zu verbreiten. Seit nunmehr ca. 25 Jahren bemüht sich die Vereinigung diese alten authentischen Lehren zu bewahren und an interessierte Mitglieder weiter zu geben.
Vorgeschichte der Vereinigung Der spätere Gründer der Vereinigung Willy Horstmann, begann 1963 mit dem Judotraining, ein Jahr später mit Hap-Ki-Do. Horstmann wurde einer der ersten Danträger des Hap-Ki-Do in Deutschland. Er betrieb diese Sportart bis 1972. Während dieser Zeit war er mit ca 30 Vorführungen an der Verbreitung des Hap-Ki-Do beteiligt. Von 1966 bis 1968 war Horstmann Mitglied im Deutschen Karatebund. In dieser Zeit trainierte er vor allem im Dojo von Norbert Dalkmann und nahm an Lehrgängen der bekannten jap. Meister teil. Erfahrungen die sich später noch als überaus fruchtbar erweisen sollten.
Im Sommer 1968 begann er sein Training bzw. seine Ausbildung bei Sifu Meijers (Chen Tao Tze) . Er war seit dieser Zeit reguläres Mitglied im Dojo Arnheim, zwischen 1974 und 1978 hatte er einen zweiten Wohnsitz in Otterlo bei Arnheim. Er war in dieser Zeit der einzige Europäer, der in von Sifu Meijers trainierten nicht öffentlichen Chinesenclubs in Den Haag und Amsterdam trainieren durfte. In diesen Gruppen wurden Trainingssysteme wie z. B. das Poh-Chi unterrichtet, die in Europa noch niemals öffentlich gezeigt wurden. Auf Einladung Horstmanns reiste Meijers bereits 1971 mit fünf niederländischen Kempomeistern zu einem Lehrgang nach Deutschland. Dieser Lehrgang fand in den Räumlichkeiten des Polizeisportvereins Duisburg statt. Meijers dachte ab Anfang der siebziger Jahre daran, ursprüngliche Shaolin-Klostersysteme (Chan-Shaolin-Si) erstmals in Europa einzuführen. In dieser Zeit baute Horstmann seine ersten Kempogruppen in Deutschland auf, außerdem war 1974 seine persönliche Ausbildung so weit fortgeschritten, daß er Unterricht in diesen Systemen erteilen konnte. Anfang 1974 fand in Duisburg das erste originale Chan-Shaolin-Si Training außerhalb Asiens statt. Das Training wurde von Sifu Meijers und seinem damaligen 1. Assistenten Willy Horstmann geleitet. In den folgenden Jahren wurde dieses Training in den Polizeisportverein Mönchengladbach verlegt. Dank der Unterstützung durch den PSV standen optimale Möglichkeiten der Ausbildung zur Verfügung. Horstmann trat im März 1975 als "Samanera" (Mönchsanwärter) in ein buddhistisches Kloster ein, eine Bedingung von Meijers um weiterführende Unterweisungen zu erhalten. 1975 berichteten alle großen Illustrierten und Zeitungen über das Trainingsgeschehen. Im Dez 1975 wurde erstmals im Fernsehen über das Training berichtet (Hier und Heute, WDR). Übrigens wurde in diesem Bericht anläßlich der Demonstration einiger Tai-Chi Sequenzen darauf hingewiesen, dass dies eine Premiere im Deutschen Fernsehen sei. Im Sommer 1977 fand auf dem Truppenübungsplatz bei Hoenderloo in den Niederlanden die sogenannte "Mönchsprüfung" statt. Die Anwesenden mußten sich eine Woche lang ohne Nahrungsaufnahme härtesten Meditationen und Trainings, unter Anderem Kommandoübungen auf der militärischen Geländebahn unterziehen. Auch darüber berichteten damals die Zeitungen. Die ca. vierzig Teilnehmer hatten alle ein vierjähriges Training in der Shaolingruppe absolviert, alle hielten dieses Training ohne jegliche Aufnahme von Nahrung, sieben der Teilnehmer ohne trinken durch. Wir legen Wert auf die Feststellung, daß alle Gruppen die vorgeben Chan-Shaolin-Si in irgendeiner Weise zu betreiben, unmittelbar auf die Lehrertätigkeit von Meijers und Horstmann zurückzuführen sind. Wir sind im Besitz der Originallisten aller Namen der Mitglieder die jemals in der 1. Shaolin-Si Gruppe trainiert haben, außerdem aller Absolventen der "Mönchsprüfung".
Die Vereinigung Horstmann begann sich Anfang der siebziger Jahre um die Verbreitung des Shaolin Kung-Fu zu kümmern und gründete zu diesem Zweck 1974 die "Vereinigung für chinesische Kampfkunst, Körperkultur und esoterische Philosophie." Diese Vereinigung wurde 1980 in das Vereinsregister der Stadt Duisburg eingetragen. 1980 übernahm Horstmann das Training der 1. Shaolin-Si Gruppe des PSV Mönchengladbach, jener Gruppe also, die als erste in Techniken des Shaolin-Si eingeweiht worden war. In der Folgezeit wurden in dieser Gruppe ca. 30 Lehrer ausgebildet, die sich bemühten Shaolin-Si in der authentischen Weise zu unterrichten. Die Vereinigung wuchs in den Jahren danach auf ca. 25 Gruppen und Vereine mit etwa 800 Mitgliedern. 1987 wurde der Name der Vereinigung geändert in: "Vereinigung für Zen-Kampfkunst und esoterische Philosophie e.V." Das Wort "Zen" bezeichnet auf prägnantere Weise das, worum es der Vereinigung geht. 2001 wurde der Zusatz "und esoterische Philosophie" im Namen der Vereinigung gestrichen. Der Grund dafür war, daß der Begriff "Esoterik" inzwischen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung eine solche Verflachung, Verdrehung und Umkehrung seiner eigentlichen Bedeutung erfahren hat, dass es uns nicht mehr ratsam erschien diesen im Namen zu führen. Die Vereinigung hat seit ihrem Bestehen ca. 150 Danträger (Schwarzgurte) ausgebildet, von denen ca. 80 als Lehrer und Ausbilder tätig waren oder sind. Aktuell werden ca. 30 Lehrer und Übungsleiter mit ihren Gruppen vornehmlich in NRW von der VZK betreut. Die VZK ist der "Deutschen Wu-Shu-Federation " (Fachverband) angeschlossen. |
|