Ausführliche Trainingsinfo

Gratuliere,

Dein Interesse an Kampfkunst hat Dich zu einer ersten Kontaktaufnahme, vielleicht sogar schon zu einem Probetraining zu uns geführt. Damit hast Du die erste wichtige Hürde genommen. Alles, was nach dem ersten Probetraining kommen kann, wird nicht mehr so schwierig sein.

Die Vereinigung für Zen-Kampfkunst e.V. ist nun seit über dreißig Jahren aktiv und hat in dieser Zeit maßgeblich die Entwicklung der Kampfkünste in Europa mit beeinflußt. Dabei haben wir uns allerdings immer auf die Verbreitung der traditionellen Kampfkünste unter Ausschluß des Wettkampfsports konzentriert. Uns war immer daran gelegen, das Wesentliche der Kampfkunst zu bewahren und zu verbreiten.

Das Wesentliche ist die ganzheitliche Entwicklung des Menschen auf allen Ebenen. Dazu gehört selbstverständlich körperliche Fitness, effektives Kampftraining, Gesunderhaltung und Kampfkunst als ästhetische Kunstform, weshalb wir eine der ersten Organisationen waren, die von Kampfkunst und nicht von Kampfsport gesprochen haben. Das Transportieren der geistigen Inhalte und alter traditioneller, authentischer Bewegungslehren war stets unser Anliegen und zwar nicht weil wir Traditionalisten sind, sondern weil in alten Dingen (wie im Yoga) oft eine Kraft und Weisheit liegt, die es Wert ist erhalten zu werden.

Diese Konzentration auf das Wesentliche sowie die Hintergrundkenntnisse und Lehren aus authentischer Quelle machen uns zu etwas Besonderem auf dem Budomarkt.

Wir möchten Dich nun mit einigen Prinzipien, Regeln und Verhaltensweisen vertraut machen, die das Training betreffen und deren Kenntnis für einen reibungslosen Trainingsablauf unumgänglich ist. Durch diesen Einführungstext wirst Du viele Dinge besser verstehen und Dich effektiver auf das Training einlassen können. Wir bitten Dich daher diese Grundinformationen aufmerksam durchzulesen, da sie viele Fragen im Vorfeld beantworten und eventuelle Einweisungen unnötig machen.

Wir halten es für äußerst wichtig zu verstehen, daß Regeln nicht einfach deshalb befolgt werden, weil sie irgendwann einmal aufgestellt worden sind, sondern weil es einen sinnvollen Grund für ihr Vorhandensein gibt. Die asiatischen Budosportarten haben ihren Ursprung einerseits in Klöstern, andererseits in militärischen Einrichtungen. Hier sind viele Grundstrukturen zu finden, die selbstverständlich im modernen Freizeitsport keinen Sinn mehr machen würden. Alles, was aber dem Ziel einer rasanten Entwicklung dienlich ist oder Kraft transportiert, ist selbstverständlich sinnvoll und wird auch eingesetzt.

Effektives und auf Fortschritt ausgerichtetes Training bedarf einer geregelten Struktur, die nach Möglichkeit alle Störfaktoren ausschließt, damit die Gruppenenergie und damit auch die Energie jedes Einzelnen sich ungehindert entfalten und entwickeln kann. Störfaktoren können z.B. Unaufmerksamkeit oder auch einfach unangebrachtes oder sogar schlechtes Benehmen sein. In einer Anfängergruppe ist es eventuell noch nicht so gravierend und gefährlich, wenn jemand auf ein Kommando falsch reagiert, in einer Fortgeschrittenengruppe hingegen, in der die Techniken eine ganz andere Wirksamkeit haben, kann eine solche Unaufmerksamkeit fatale Folgen haben.

Ebenso ist z.B. ein Armband oder Ring eine ständige Verletzungsgefahr, die ein Anfänger beim ersten Training vielleicht noch nicht einsehen mag. Die diesbezüglichen Regeln oder Grundgewohnheiten müssen aber von der ersten Stunde an beachtet werden, damit sie in der fortgeschrittenen Stufe zu Gewohnheiten geworden sind.

Es sind also vor allem Verletzungsgefahr und die Bündelung von Trainingsenergien, die ein bestimmtes Verhaltensmuster nötig machen, welches die Trainingsqualität bestimmt.

Übrigens hat es in der Samuraitradition, deren Zeninhalte als Zeitlos angesehen werden können, niemals den sogenannten Kadavergehorsam im preußischen Sinne gegeben. Ein japanischer Krieger verweigerte durchaus Befehle die er nicht verstand, oder die er nicht mit sich vereinbaren konnte. Im traditionellen Budo gibt es kein sinnentleertes Ritengehabe. Alles, auch die unscheinbarste Verhaltensregel hat seinen triftigen Grund.

Alle Regeln sind nur solange gut wie sie sinnvoll sind. Sinnvolle Regeln sind die Grundlage für einen reibungslosen und erfolgreichen Trainingsablauf in dem jeder sich wohlfühlen und mit positiver Energie aufladen kann. Regeln sollen nicht einengen oder maßregeln sondern einen Boden für Wachstum bieten. Wie Du sehen wirst halten sich unsere Regeln aber in Grenzen und sind vor allem durch normales Verhalten und den gesunden Menschenverstand geprägt.

Ratschläge für das Training

Keine Angst vor dem ersten Training!

Es wird von Niemandem etwas Besonderes erwartet. Clubs, in denen Anfänger kämpfen oder Bretter durchschlagen müssen, sind unseriös. Das Einzige, was Du brauchst, ist die Bereitschaft mitzumachen und die Offenheit Neues aufzunehmen.

Wahrscheinlich kommst Du als Neuling in eine bestehende Anfängergruppe. Du  brauchst  keine  Angst  zu haben, schlechter auszusehen als Andere. Allen ging es am Anfang genauso. Niemand wird Dich belächeln oder sich lustig machen. Versuche nicht am ersten Abend alles zu begreifen, versuche Dich auf Weniges und Wichtiges zu konzentrieren. Erwarte beim ersten Training nicht, daß Dir alles genau gezeigt wird. Konzentriere Dich auf das, was der Lehrer Dir erklärt. Er weiß wieviel er Dir zumuten kann. Du wirst schrittweise immer weiter eingeführt werden. Nach wenigen Wochen wirst Du Dich nicht mehr fremd fühlen. Dieses Gefühl beschleicht Anfänger häufiger, ist aber durchaus normal, zumal man in eine fremde Umgebung kommt. Störe Dich nicht daran, fast jedem erging es genauso. Denke daran, die Gruppe wird sich freuen, Dich als neues Mitglied aufzunehmen.

Versuche vor allem, alle angegebenen Übungen mitzumachen, egal wie falsch sie Dir vorkommen mögen. Es ist ja der Sinn der Übungen, daß man besser wird. Wäre es nicht so, würden alle Menschen als Karatemeister oder Meisterturner geboren und wir wären arbeitslos.

Ruhe

Sei niemals hektisch oder nervös, es gibt keinen Grund dazu. Trage Deine Sorgen oder Probleme nicht ins Training, das Training sollte ein Ort der Entspannung, der Ruhe und der Regeneration sein. Durch die Entlastung der Großhirnrinde während des Trainings wird überdies Streß abgebaut.

Sich Neuem öffnen

Vergiß am besten alles, was Du in Filmen, sogenannten Fachzeitschriften oder anderweitig gesehen, gehört oder gelesen hast. Was sich als richtig herausstellt kannst Du ja als Erfahrungsgrundlage behalten. Alles Andere aber ist nur im Weg. Einerseits sind gerade über Kampfkunst mehr Unsinn und Pseudoweisheit in Umlauf als über die meisten anderen menschlichen Kulturgüter, andererseits praktizieren wir einen bestimmten Stil und was für diesen Stil gilt, muß nicht für alles Andere richtig sein und natürlich umgekehrt.

Der Geist ist am aufnahmefähigsten, wenn er frei und unvorbelastet ist, was ja nicht bedeutet einmal gemachte Erfahrungen auf den Müll zu werfen. Sie sollten nur nicht behindern. Leider aber verbauen sich viele Menschen durch falsche Vorprägungen den Weg zu neuen Erfahrungen, richtigem Verstehen und raschem Fortschritt.

Dies gilt ganz besonders für Seiteneinsteiger aus anderen Budodisziplinen. Es kommt vor, daß ein Interessent mit Budoerfahrung offensichtlich immer nur seine eigene eingefahrene Bewegungsmechanik zelebrieren will und für alles Andere unzugänglich erscheint. Diese Haltung ist sowohl mit dem  Geist  des  Budo, deren  Grundlage  ja die Zen-Philosophie ist, als auch mit dem gesunden Menschenverstand schwer zu vereinbaren. Wir erwarten von Gästen aus anderen Budodisziplinen, daß sie sich unseren Trainingsgepflogenheiten anpassen, wozu auch Interesse an unserer Interpretation der Technik gehört.

Angst vor Fehlern

Es gibt nur einen wirklichen Fehler, nämlich aus Angst vor Fehlern gar nicht erst zu beginnen. Rede Dir also nicht ein, Du solltest (z. B. zu Hause) nicht trainieren, weil Du Dir sonst Fehler einschleifst. Dies ist nur eine Entschuldigung für Faulheit. Jeder Anfänger in jedem Sport beginnt mit relativ falschen Bewegungen und es macht ja gerade den größten Teil des Trainings aus, chaotische Bewegungen zu Koordinierten zu machen.

Zu Beginn macht also jeder alles relativ falsch, so daß es vor allem darum geht sich überhaupt zu bewegen und eine Grundfitneß sowie ein feineres Körpergefühl aufzubauen. Wie in der Bildhauerei geht auch hier die Entwicklung vom Groben zum Feinen. Es dauert immer lange, bevor sich etwas eingeschliffen hat. Dein Lehrer hat die Aufgabe dafür zu sorgen, daß Du Dich in die richtige Richtung entwickelst; Du kannst ihm in dieser Hinsicht voll Vertrauen. Die VZK ist sich der Verantwortung von etwas so Sensiblem wie es eine Kampfkunstausbildung ist bewußt. Wir legen daher aller größten Wert auf eine umfassende und fundierte Lehrerausbildung, die auf die Erfordernisse des modernen Menschen ausgerichtet ist und unter Anderem besonders gesundheitliche Aspekte berücksichtigt.

Grundhaltung, wie trainieren?

Die Grundhaltung im Training sollte sachlich, offen und von körperlicher Leistungsbereitschaft geprägt sein. Alle Emotionen, schlechte Laune, Depressionen, Wut, Angst aber auch übersteigerter Frohsinn sollten im Umkleideraum mit den Kleidern abgelegt werden. Das Training ist in diesem Sinne nicht nur eine körperliche, sondern auch eine geistige Reinigung und erfüllt durchaus therapeutische Ansprüche.

Das Training hat zu Beginn zwei Qualitäten, die Du sauber trennen solltest. Die eine ist das Einüben feinmotorischer Bewegungsabläufe. Dies verlangt Selbstdisziplin und Sensibilität, die aber gerade dadurch entwickelt werden. Die andere Qualität betrifft das, was die meisten Menschen unter Training verstehen, nämlich Kraft, Kondition, Schnelligkeit, also Fitneß und Power aufzubauen. Bei der Einen solltest Du Dich körperlich zurückhalten aber Deine Konzentration fordern, die Ruhe genießen und den Körper spüren, bei der Anderen solltest Du Dich voll verausgaben. Du wirst merken, was gerade gefragt ist.

Versuche Prioritäten zu setzen, fordere aber überfordere Dich nicht. Versuche nicht zuviel gleichzeitig zu machen. Konzentriere Dich auf Weniges, auf das aber mit aller Kraft. Laß Dich nicht durch Andere zu Experimenten verleiten, die Du noch nicht beherrschst. Gib Deinem Körper Zeit zu wachsen.

Versuche zu verstehen, was es bedeutet ein Prinzip zu trainieren. Der größte Teil der Budosportler trainiert oberflächlich und ist der Meinung, daß sich der Fortschritt in der Anzahl der Techniken zeige, die man gelernt habe. Filme, unqualifizierte Fachleute und pseudospektakuläre Vorführungen leisten dieser oberflächlichen Betrachtungsweise Vorschub. Die Qualität einer Technik äußert sich logischerweise in ihrer perfekten Ausführung und nicht in einem Sammelsurium von Techniken. Unser ganzes Training und die Prüfungsordnung ist auf diese Perfektionierung ausgerichtet. Wenn man einmal das Gefühl für Perfektion in einer Technik bekommen hat, so führt das nicht nur zu einer umfassenden und tiefen Befriedigung, sondern man kann mit Hilfe dieses Gefühls dann auch leichter andere Techniken perfektionieren. Dazu ist aber wichtig zu verstehen, was ein Prinzip ist. Leider lernen die meisten Menschen tausende von Bewegungen, bevor sie auch nur eine Bewegung wirklich gelernt haben.

Regelmäßigkeit

Für Deinen Fortschritt ist ein regelmäßiges mehrmaliges Training in der Woche vorteilhaft. Sollte aus beruflichen oder anderen Gründen ein solches Training in der Gruppe nicht immer möglich sein, so läßt es sich leider nicht ändern. Versuche dann ein regelmäßiges Training zu Hause aufzubauen. Wenn Du Dich zu einem regelmäßigen Training zu Hause erziehst, hat das den Vorteil, daß Du Dich intensiver mit Dir selber beschäftigen mußt. Dies ist für die Entwicklung überaus fruchtbar. Du erziehst Dich zu mehr Selbstdisziplin und wirst unabhängiger vom Gruppentraining (z. B. im Urlaub). Das Training wird Dir gehören, auch wenn Du eines Tages aus dem Club ausscheidest.

Fortschritt, Intensität

Fortschritt hängt in erster Linie mit regelmäßigem Training und mit Intensitätssteigerung zusammen. Wenn Du regelmäßig trainierst und Dich dabei anstrengst, wirst Du automatisch besser. Es ist allerdings von Bedeutung, daß Du mit der Zeit die Gewichtung bestimmter Dinge richtig einzuschätzen lernst, damit Du Dich nicht einseitig entwickelst. Dabei wird Dir Dein Lehrer ebenfalls behilflich sein.

Selbstverständlich sollte man, wenn man ein gewisses Alter überschritten hat, insbesondere als untrainierter Mensch, nicht die gleichen Erwartungen hegen wie ein Zwanzigjähriger. Außerdem ist es nun mal so, daß manche Menschen talentierter sind als andere, einige sind lernfähiger und wieder Andere haben mehr Fleiß und einen starken Willen. Manche Menschen haben optimale körperlichen Voraussetzungen, bei vielen Menschen ist das leider nicht der Fall. Das sollte Dich nicht beeinflussen. Der Sinn des Trainings ist es ja, Körper und Geist zu entwickeln, was bedeutet, daß man Schwachstellen zu Stärken ausbaut. Vor allem der Wille zählt. Es fällt immer wieder auf, daß offensichtlich talentierte Leute leicht die Flinte ins Korn werfen, während Schüler die für den Erfolg kämpfen müssen auf lange Sicht erfolgreicher sind.

Vergleiche Dich daher nie mit Anderen, sondern immer nur mit Dir selber. Wenn Du in einem Jahr in einem Aspekt (Technik, Kondition, Flexibilität, Kraft) besser bist als heute, dann ist das Fortschritt.

Zuschauer

Zuschauer sind beim Training grundsätzlich nicht zugelassen. Die Trainingsatmosphäre und der Trainingsablauf werden durch Zuschauer beeinträchtigt. Besonders Anfänger fühlen sich durch Zuschauer gestört und kompromittiert. Die Unsitte des Zusehens beim Budotraining ist in den sechziger Jahren entstanden, als man meinte besonders auf die spektakulären Aspekte dieser Sportarten aufmerksam machen zu müssen. Leider haben viele Clubs diese Unsitte immer noch im Repertoire. Komischerweise kommt aber kaum jemand auf die Idee beim Aerobic, Ballett oder in einer Gymnastikklasse zusehen zu wollen. Für das Zusehen ist das Kino oder der Zirkus zuständig, das Training aber ist für die Aktiven da.

Wer jetzt noch Schwierigkeiten hat zum Training zu kommen, ohne es sich vorher angesehen zu haben, der sollte sich bitte vorstellen wie er das erste Mal verunsichert im Training stehen würde, während auf der Bank drei breit grinsende Experten säßen.

Verhalten im Dojo

Dojo

Dojo bedeutet: „Ort wo das Prinzip geübt wird“. Jeder Budoübungsraum ist durch die von vielen Menschen auf ein Ziel gerichteten psychischen Energien ein Ort der Kraft. Entsprechend verhalten sich die Anwesenden diszipliniert. Ballspiele vor dem Training oder sich etwa mit Vorübungen produzieren wollen ist unangebracht.

Es liegt an dem Charakter der betreffenden Gruppe, ob die Atmosphäre kraftvoll diszipliniert oder freundschaftlich locker ist. Es kann auch alles zusammen sein. Das Verhalten sollte einfach nur der Atmosphäre entsprechen. Das gilt auch für das Betreten des Dojos. In besonderen, etwa fortgeschrittenen Gruppen betritt und verläßt man den Trainingsraum mit einer Verbeugung. Bei Anfängergruppen ist das zum Teil nicht üblich. Was üblich ist, wird man ja in der Gruppe erfahren.

Die Verbeugung drückt Respekt vor dem Prinzip aus, welches dort gelehrt wird und von dem man persönliche Weiterentwicklung erwartet. In gewissem Sinne drückt man also durch die Verbeugung Respekt vor dem eigenen Streben nach Vervollkommnung aus.

Verbeugung vor einem Partner soll den Respekt vor diesem ausdrücken, gleichzeitig bedankt man sich dafür, daß dieser durch seine Mitarbeit die eigene Weiterentwicklung unterstützt.

Kleidung und Hygiene

Es ist auf korrekte, saubere Kleidung zu achten, der Gürtel ist richtig zu binden. Von Herren wird kein Unterhemd getragen. Schmuck, Ohr- und Zierringe, Armbänder und Uhren sind vor dem Training abzulegen. Es wird grundsätzlich barfuß trainiert, daher ist auf entsprechende Hygiene zu achten. Hand- und Fußnägel sind kurz zu halten. Kaugummis sind vor dem Training zu entfernen. Alkoholisierte oder unter Drogen stehende Schüler werden selbstverständlich vom Training ausgeschlossen.

Begrüßung

Zu Beginn des Trainings stellt sich die Gruppe so auf, daß der ranghöchste Schüler vorne rechts steht. Nach links, bzw. hinten gliedern sich die niedriger graduierten Schüler und Anfänger. Dies hat einfach den Grund, daß sich Anfänger immer an Fortgeschritteneren orientieren können.

Das Training beginnt und endet mit dem Gruß. Der ranghöchste Schüler begrüßt im Namen der Klasse mit "Sifu" den Lehrer. Darauf antwortet der Lehrer mit "Ta-Chu" (das 26. Zeichen des I Ging "des großen Zähmungskraft"), worauf sich alle kurz verbeugen. Darauf grüßt der Lehrer mit "Shaolin" die Klasse, worauf diese wieder mit "Ta-Chu" anwortet (wieder alle mit kurzer Verbeugung). Diese Begrüßung geht zurück auf alte Traditionen des Shaolinklosters.

Bei Übungen mit einem Partner nimmt man am Anfang sowie am Schluß die Bereitschaftsstellung ein und verbeugt sich.

Verhaltensregeln im Training

Alle störenden Elemente sind aus dem Training zu verbannen, daher sollte man pünktlich zum Training erscheinen. Sollte das einmal nicht möglich sein, schließt man sich ohne weitere Erklärungen der Gruppe an.

Während des Trainings ist jedes Gespräch mit dem Partner, das nicht unmittelbar in Beziehung zum Training steht zu unterlassen. Fragen an den Lehrer sind in Ruhepausen per Handzeichen zu stellen.

Es ist nicht üblich während des Trainings den Platz ohne triftigen Grund zu verlassen. Ebenso wird das Dojo während des Trainings nur mit Erlaubnis des Lehrers verlassen.

Das Verhalten untereinander soll freundschaftlich und von Rücksichtnahme geprägt sein. Härte verlangt man sich selber ab, nicht dem Partner. Das Training ist als ein Miteinander und nicht als ein Gegeneinander zu verstehen.